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102 Starter von 20 Nationen nahmen an den erstmals in Guiyang ausgetragenem China Open, dem AIBA 3 Star Event, teil. Unter der Leitung von DBV-Präsident Jürgen Kyas war eine Delegation des DBV mit den Boxern Ronny Beblik, Eugen Burhard, Stefan Köber, Erik Pfeifer, dem Trainer Valentin Silaghi und dem Kampfrichter Mikhail Ardadovskiy mit von der Partie. Nach einer begeisternden 90 Minuten andauernder Eröffnungsfeier, die viele Elemente aus Show, Kultur, Gesang und Sport beinhaltete, waren auch die eingeladenen VIP`s, u. a. auch AIBA-Präsident Dr. Ching-Huo Wu, positiv angetan.
Für Deutschland begann dieses Turnier mit einer krassen Fehlentscheidung, denn wie uns Jürgen Kyas berichtete, wurde Eugen Burhard, der in der 1. Runde zu verhaltend boxte, mit 0:1 zwar zurücklag, dann aber den Rest des Gefechtes überlegen war und den Sieg verdient gehabt hätte, benachteiligt. Die fünf Punktrichter werteten die beiden weiteren Runden jeweils 1:1, so kam die 2:3 Niederlage und die Niederlage, die keine war, zustande.
Speziell die Kampfrichter aus Kasachstan und Jordanien beeinflussten die negative Bewertung, so wurde der deutsche Leichtgewichtler Eugen Burhard unfair aus dem Wettbewerb gepunktet. Fliegengewichtler Ronny Beblik boxte gegen den aus Guiyang stammenden Chinesen Chang Yong, der eine gute Figur vor heimischem Publikum abgeben wollte. Auch in diesem Kampf, den der Chinese verdient gewann, werteten die Kampfrichter die Partie zu einseitig, (die Wertungen der Runden, 1:3, 1:4, 0:3), so fiel der 10:2 Sieg des Chinesen zu hoch aus. Schwergewichtler Stefan Köber hat einfach Lospech bei int. Turnieren. Bei der WM in Mailand traf er gleich im 1. Gefecht auf den späteren Weltmeister aus Russland und in Guiyang war der 1. Rivale der Italiener Clemente Russo, der bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille gewann. Also eine unlösbare Aufgabe für den sympathischen Frankfurter, der gegen den Italiener gut aussah, Treffer setzte, die leider nicht bei den Kampfrichtern ankamen, so verlor Köber diesen Kampf unverständlicherweise (0:1, 0:2, 0:4), mit 0:7. Einen Superauftritt hatte der deutsche Meister Erik Pfeifer, dem der russische Vizemeister des Vorjahres Maxim Babanin zugelost wurde. Ohne sich von seinem russischen Kontrahenten beeinflussen zu lassen, kontrollierte Erik Pfeifer, der sich technisch verbessert und an Reife zugelegt hat, dieses Gefecht und gewann mit 4:2 Punkten sicherer, als es die Kampfrichter zu Papier brachten. Nach einem 0:0 in der 1. Runde, boxte sich Erik Pfeifer in der 2. Runde den 2:0 Vorsprung heraus, den 3. Gang werteten die PR mit 2:2, konnten so aber den Sieg des deutschen Athleten nicht mehr verhindern. Mit einer krassen Fehlentscheidung für Deutschland wurde das Turnier in Guiyang beendet, denn Erik Pfeifer beherrschte den Chinesen Zhilei Zhang, der 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking die Silbermedaille gewann, klar, doch das einseitig orientierte Kampfgericht, so Jürgen Kyas, sah nur Treffer, die der Chinese setzte. Ab der 2. Runde forcierte Erik Pfeifer das Tempo, setzte den Chinesen derart unter Druck, dass sich dieser nur mit unfairen Mitteln über die Runden rettete und man staune, den Ring mit 6:4 als Sieger verließ.
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